Bundesweit nur 1,75 Prozent der Wohnungen altersgerecht

Deutschland braucht dringend mehr Engagement für den altersgerechten Umbau von Wohnungen. Das erklärte der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. während der Auftaktsitzung der Arbeitsgruppe "Altersgerechter Umbau im Quartier" des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen des Bundesbauministeriums.

Allein bis zum Jahr 2020 würden Studien zufolge etwa drei Millionen altersgerechte Wohnungen benötigt - mehr als viermal so viel, als der heutige Bestand enthält. Rund 350.000 (6%) der ca. sechs Millionen GdW-Wohnungen entsprachen 2013 einem barrierearmen oder barrierefreien Standard. In der gesamten Bundesrepublik seien es dagegen nur rund 700.000 Wohnungen (ca. 1,75%).

Da sich die Zahl der Pflegebedürftigen dynamisch entwickelt und von einer Verdreifachung der Zahl der über 80-Jährigen bis 2050 ausgegangen wird, muss der altersgerechte Umbau überwiegend über Anpassungen im Wohnungsbestand erfolgen. Für Schwellenreduzierungen, Badumbauten sowie technische Systeme zur praktischen Unterstützung im Alltag kalkulieren Studien im Durchschnitt 7.200 Euro pro Wohnung.

Um den Anforderungen gerecht zu werden, fordert der GdW mehr Engagement von der Bundesregierung in Form von finanzieller Unterstützung sowie einen Masterplan auch für jede einzelne Kommune, denn auch Straßen, Verkehr, öffentliche Gebäude und Dienstleistungen müssten ergänzend zum Programm "barrierearme Stadt" angepasst werden.

 

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