Aussichten für 2018 – Was ändert sich am Immobilienmarkt? |

Aussichten für 2018 – Was ändert sich am Immobilienmarkt?

Die gute Nachricht vornweg, es werden sich im Jahr 2018 keine großen Änderungen für Bestandsimmobilien gegenüber dem Vorjahr ergeben. Ab dem neuen Jahr tritt jedoch ein neues Bauvertragsrecht in Kraft.

Haben Sie schon von dem neuen Bauvertragsrecht gehört?

Für alle, die den Bau eines eigenen Hauses im nächsten Jahr in Angriff nehmen wollen gibt es in erster Linie Neuerungen in Bezug auf mehr Sicherheit für den Bauherrn. Hier hat der Verbraucherschutz einige Verbesserungen aufgenommen, die spätestens am 1. Januar 2018 als neue Richtlinie für alle Schlüsselfertigunternehmer verbindlich sind.

So gibt es jetzt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, die den zukünftigen Bauherren das Recht einräumen, innerhalb von diesem Zeitraum vom Vertrag zurückzutreten. Das Bauunternehmen muss gleichzeitig einen festen Fertigstellungstermin benennen, an dem die Schlüssel für das neue Zuhause übergeben werden können. Dadurch ergibt sich eine wesentlich bessere Planung für die Kündigung der Mietwohnung oder das Buchen eines Umzugsunternehmens für den großen Tag. Bevor der Vertrag zwischen dem Bauunternehmen und den Käufern geschlossen wird, muss eine detaillierte Baubeschreibung ausgehändigt werden, damit die Kunden Klarheit über die verschiedenen Angebote bekommen und diese auch miteinander vergleichen können. Der Anbieter wird also zukünftig verpflichtet, alle den Vertrag betreffenden notwendigen Unterlagen offenzulegen. Lieferanten und Bauunternehmen müssen außerdem mögliche entstehende Kosten für mangelhafte Baustoffe bzw. deren Ein- und Ausbau tragen.

Diese Verbesserungen für den Bauherrn, waren nach Meinung der Verbraucherschützer dringend notwendig, da weiterhin ein starker Bauboom besteht und ca. 90 Prozent der privaten Häuslebauer mit einem Bauunternehmen bauen.

Geht die Preisralley weiter?

Konkrete Zahlen gibt es derzeit nicht, aber auch in den nächsten Jahren werden die Preise voraussichtlich – wenn auch auf einem etwas niedrigerem Niveau– noch weiter steigen. Auslöser ist hier die weiter steigende Nachfrage an Wohneigentum. Da die Zinsen voraussichtlich weiterhin recht niedrig bleiben, wird auch im Jahr 2018 eine hohe Kaufbereitschaft bestehen und sich die Investition in Betongold lohnen. Sei es zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage, denn der Wohnraum, gerade in Großstädten wie Dresden, ist knapp. Obwohl die Landeshauptstadt Dresden mit dem Bau von neuen Wohnungen dieser Wohnungsknappheit entgegenwirken möchte und dafür extra eine neue Wohnungsbaugesellschaft geschaffen hat, wird die hohe Nachfrage schwer zu versorgen sein. Der Wirtschaftsstandort Dresden ist weiter auf dem Vormarsch und zieht so immer mehr Menschen in die Elbmetropole.

Wie lange bleibt die Grunderwerbssteuer noch so niedrig?

Am Ende noch eine weitere gute Nachricht für Käufer. Auch in 2018 bleibt die Grunderwerbsteuer in Sachsen noch bei 3,5 Prozent – und damit als einziges Bundesland mit Bayern unter dem bundesweiten Durchschnitt.