Wohnen in Dresden: Eigentumswohnung, Eigenheim oder doch Miete? |

Wohnen in Dresden: Eigentumswohnung, Eigenheim oder doch Miete?

Überall hört man Argumente für eine eigene Immobilie: die Mieten steigen, Wohnungen sind knapp und die Darlehenszinsen sind bislang auf historischem Niedrigniveau. Sicher spricht hierfür einiges, doch ob sich dieser Schritt auch für Sie lohnt, hängt von Faktoren wie den Kosten, der Lebensplanung oder dem eigenen Typ ab. Für eine entsprechende Beurteilung gibt es verschiedene Faustformeln:

Die Verbraucherzentrale in Hessen geht beispielsweise von folgender Berechnung aus: Der aktuellen Nettokaltmiete zuzüglich Nebenkosten wird die Darlehensrate zuzüglich Hausgeld (insbesondere: Heiz- und Stromkosten, Wohngebäudeversicherung und Instandhaltungsrücklage, etc.) und Grundsteuer gegenübergestellt. Erfahrungen zufolge muss man bei einem Haus zwischen 250 und 400 Euro und bei einer Wohnung ca. 300 Euro je nach Größe dazu rechnen. Ist die Gesamtbelastung ähnlich der Warmmiete, bietet das eine gute Grundlage für den Traum von der eigenen Immobilie. 

Die Zeitschrift Finanztest betrachtet dagegen die Gesamtfinanzierung. Das A und O ist dabei das Eigenkapital. Dieses sollte einen möglichst großen Teil des Kaufpreises und der Erwerbsnebenkosten hergeben. Zwischen 15 und 20 Prozent der Kaufpreissumme ist mindestens erforderlich. Wie viel Kredit für den Immobilienkauf z.B. für eine Eigentumswohnung in Dresden ausgegeben werden sollte, hängt vom Zinssatz und der Kreditlaufzeit ab. Dem Käufer wird geraten, die Schulden bis zur Rente getilgt zu haben.

Neben der finanziellen Situation sollten aber auch die Lebensumstände berücksichtigt werden. Ist der Lebensmittelpunkt z.B. in Dresden gefunden und wird die Immobilie mindestens 10 Jahre selbst genutzt, spricht nichts gegen die Verwirklichung der eigenen Immobilie.

Wir von Saxowert Immobilien Dresden wollen Ihnen nachstehend ein paar Tipps geben, wie Sie selbst berechnen können, wieviel Eigentum man sich leisten kann:

  1. Machen Sie als Erstes eine Bestandsaufnahme Ihrer Einkünfte, Fixkosten und Lebenshaltungskosten und legen Sie fest, wieviel Geld Sie für eine Kreditrate zahlen können ohne sich einzuschränken. Von Anfang an sollten Sie immer ehrlich zu sich selbst sein und die Zahlen nicht schön rechnen. Kalkulieren Sie nicht zu eng. Dies könnte sich später bei der Zahlung der monatlichen Raten rächen.

    Beachten Sie, dass ein Käufer mehr zahlt als nur den reinen Preis für das Objekt. Denn es kommen noch Nebenkosten wie Maklerprovision, Notargebühren, Grundbuchkosten, Grunderwerbssteuer, evt. Gebühren für Baugenehmigungen und Planungskosten sowie Bankgebühren oder Bereitstellungsgebühren für den Kredit hinzu. Hauskäufer sollten mit Nebenkosten von etwa 6 bis 12 Prozent zum Immobilienpreis rechnen.

  2. Ein ganz wichtiger Aspekt ist das Eigenkapital. In Einzelfällen gibt es Finanzierungskonzepte auch ohne Eigenkapital, allerdings wird allgemein eine Eigenkapitalabdeckung von 20 bis 30 % der Gesamtkosten empfohlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um Erspartes handeln. Vermögenswerte, wie Goldbestände, Antiquitäten oder Aktienfonds, die man kurzfristig liquide machen kann, können ebenfalls zum Eigenkapital hinzugezählt werden.
     
  3. Ermitteln Sie die maximale Finanzierbarkeit Ihrer Immobilie. Neben Budgetrechnern im Internet kann man diese Summe mit folgender Formel auch selbst errechnen:

     Finanzielle Belastbarkeit x 12 Monate x 100
     ________________________________________________  = maximaler Kreditbetrag

     Zinssatz (in Prozent) + Tilgung (in Prozent)

    Dem Ergebnis können Sie das verfügbare Eigenkapital hinzu addieren. Von dieser Gesamtsumme müssen Sie dann noch die Nebenkosten für die Immobilie abziehen und der Restbetrag kann für Ihr Objekt ausgegeben werden.

  4. Behalten Sie die Kosten im Griff. Jede Finanzierung ist individuell auf den Käufer und seine persönliche Situation zugeschnitten. Wichtig ist, dass Sie sich mit der gewählten Darlehensform in Zukunft wohl fühlen.

Und zu guter Letzt noch ein Hinweis. Denken Sie auch an die Folgekosten, wie das Einrichten Ihrer Immobilie in Dresden, und kalkulieren Sie diese mit ein!